Der Wettbewerb für Unterrichtsszenarien zur Regionalbildung wurde von der Shrines of Europe-Vereinigung mit Sitz in Portugal in Zusammenarbeit mit der Stadt Częstochowa und der Tourismusorganisation Częstochowa organisiert. Die Initiative richtete sich an Lehrerinnen und Lehrer aus Częstochower Schulen und Kindergärten und hatte das Ziel, zur Entwicklung moderner und ansprechender Unterrichtseinheiten über das lokale Erbe und die europäische Städtepartnerschaft anzuregen.
Regionalbildung ist ein Prozess, bei dem Menschen ihre Verbundenheit mit ihrer unmittelbaren Umgebung – dem Ort, an dem sie leben, seiner Geschichte, Kultur, Tradition und Natur – entdecken und stärken. Sie zielt darauf ab, lokales Bewusstsein, Identität und Stolz auf die eigene Region zu fördern. Durch sie lernen Schülerinnen und Schüler, die Bedeutung des kulturellen Erbes zu verstehen und Verantwortung für die Entwicklung ihrer „kleinen Heimat“ zu übernehmen.
Die Geldpreise für die Gewinnerinnen und Gewinner wurden von der Shrines of Europe-Vereinigung gestiftet, die seit fast 30 Jahren das gemeinsame Erbe der Wallfahrtsstädte fördert und die Bildungs-, Sozial-, Kultur- und Tourismuszusammenarbeit zwischen ihnen unterstützt.
Ziel des Wettbewerbs war es, die Regionalbildung unter Kindern und Jugendlichen zu fördern, das Wissen über Geschichte, Kultur und lokale Identität zu vertiefen sowie das europäische Bewusstsein durch die Zusammenarbeit der Städte im Netzwerk Shrines of Europe zu stärken. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden gebeten, ein Unterrichtsszenario oder eine pädagogische Aktivität zur Regionalbildung zu entwickeln, das den internationalen Kontext der Zusammenarbeit Częstochowas mit anderen europäischen Wallfahrtsstädten berücksichtigt.
Es wurden 29 Beiträge eingereicht, aus denen die Jury die besten Unterrichtsszenarien auswählte, die sich durch innovative Ansätze sowie hohe pädagogische und erzieherische Werte auszeichneten.
Preisträgerinnen:
Anna Bronkiewicz, Grundschule Nr. 27 „Zygmunt Łęski“ – 1. Platz
Beata Dorożyńska, Städtischer Kindergarten Nr. 41 – 2. Platz
Patrycja Majewska, Sonderpädagogisches Schulzentrum Nr. 23 „Janusz Korczak“ – 3. Platz
Anerkennungen:
4. Anna Wróbel, Städtischer Kindergarten Nr. 5 „Jan Kiliński“
5. Aneta Hołodniuk, Technische Schulen Częstochowa
6. Agnieszka Sztajner–Iwińska, Grundschule Nr. 36 „Polnische Olympiateilnehmer“
Die ausgezeichneten Projekte überzeugten durch moderne Lehrmethoden, ihre Anwendbarkeit in anderen Städten des Shrines of Europe-Netzwerks und eine kreative Darstellung des lokalen Erbes im europäischen Kontext.
Der Wettbewerb ist Teil des Projekts „Shrines of Europe – Regionalbildung“, das von der Stadt Częstochowa initiiert wurde. Die feierliche Preisverleihung fand in Częstochowa während der städtischen Feier zum Tag der Nationalen Bildung statt. Der stellvertretende Vorsitzende der Shrines of Europe-Vereinigung, der Präsident der Stadt Częstochowa, überreichte die Auszeichnungen und betonte die Bedeutung der Regionalbildung und der internationalen Zusammenarbeit bei der Gestaltung der Haltung junger Europäerinnen und Europäer.
Im Jahr 2025 wurden zahlreiche Initiativen zur Förderung der Regionalbildung gestartet, mit besonderem Fokus auf die Städte des Netzwerks Shrines of Europe. Im Mai fand eine städtische Konferenz zu diesem Thema statt, organisiert vom Bildungsamt und dem Referat für Internationale Zusammenarbeit und Tourismus der Stadtverwaltung Częstochowa. Die Veranstaltung richtete sich an Lehrerinnen und Lehrer aus den Schulen und Kindergärten der Stadt und betonte die Bedeutung des kulturellen und religiösen Erbes Europas sowie den Erfahrungsaustausch im Bereich der Regionalbildung.
Im September wurde der Wettbewerb für das beste Unterrichtsszenario zum Thema Shrines of Europe durchgeführt, der auf großes Interesse bei den Lehrkräften stieß. Im Oktober fand die feierliche Preisverleihung statt, und bis Ende 2025 sollen in den Częstochowaer Schulen Unterrichtseinheiten auf Grundlage der prämierten Szenarien durchgeführt werden.
Das Jahr 2026 bringt die Fortsetzung der Aktivitäten im Bereich der Regionalbildung. Der traditionelle jährliche Regionalwettbewerb über die Region Częstochowa wird Themen im Zusammenhang mit dem Projekt Shrines of Europe enthalten. Im Laufe des Jahres werden Unterrichtseinheiten zur Regionalbildung auf Basis der besten Unterrichtsszenarien umgesetzt. Bis Ende 2026 sollen die besten Częstochowaer Szenarien zusammengestellt und ins Englische übersetzt werden, um sie internationalen Partnern zugänglich zu machen. Außerdem wird ein Leitfaden mit Empfehlungen für die zukünftige Nutzung in den Partnerstädten erstellt. Der Abschluss des Projekts ist für Ende 2026 vorgesehen.